„Wir meinen es ernst mit der Sicherung der Clubkultur in Ehrenfeld“

Erneute Initiative von CDU und Grünen zum Erhalt der Szene

 „Wir möchten die Clubkultur in Ehrenfeld unbedingt erhalten. Sie ist es, die einen wesentlichen Beitrag zu dem besonderen Flair und zu dem unverwechselbaren Charme dieses Veedels leistet“, sagt Niklas Kienitz, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses. Ein schwarz-grüner Dringlichkeitsantrag, der genau das zum Ziel hat, fand dort am gestrigen Donnerstag eine Mehrheit. 

Das zeigt einmal mehr, dass es die Bündnispartner sehr ernst meinen mit der Sicherung der Musikclubs in Ehrenfeld. Bereits im Februar hatte die CDU gemeinsam mit den Grünen einen Ratsbeschluss zur „Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen in die Stadtplanung“ herbeigeführt. 

Weil insbesondere in Ehrenfeld immer mehr ehemals gewerblich genutzte beziehungsweise mit kulturellen Nutzungen belegte Grundstücke in das Blickfeld für den Wohnungsbau geraten, führt das zwangsläufig zu Konflikten. „Daher brauchen wir geeignete Instrumente, um die Clubkultur zu sichern. Diese müssen bei städtebaulichen Planungen frühzeitig berücksichtigt werden und nach Möglichkeit in die Planung integriert werden“, sagt Niklas Kienitz. Der jetzige Antrag möchte genau das für den Bereich zwischen Widderdorfer Str./ Weinsbergstraße, Melaten- und Ehrenfeldgürtel, Venloerstraße, Hospeltstraße und Vogelsangerstraße erreichen.

Niklas Kienitz hatte bereits im Februar betont: „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, eine Stadtentwicklung zu betreiben, die kreative Räume für die Musik- und Clubkultur nicht nur sichert, sondern auch neue Entfaltungsmöglichkeiten schafft.“ Auch dieser Aspekt ist Bestandteil des Antrags, in dem die Verwaltung beauftragt wird, Bereich für die Ansiedlung und Sicherung von Einrichtungen der Clubkultur sowie von Kreativräumen zu identifizieren. 

„Ein weiterer Baustein für den Erhalt dieser Szene ist auch die Förderung von Lärmschutzmaßnahmen. Schließlich stellt die Lärmentwicklung eine der größten Herausforderungen dar, wenn Gewerbe, Wohnen und Clubkultur aufeinandertreffen. Daher haben wir einen Lärmschutzfonds für freie Kulturinstitutionen und Musikclubs in Höhe von 300.000 Euro für das kommende Jahr aufgelegt. Weniger Lärm, weniger Konflikte – das ist unsere Hoffnung für lebendige Quartiere wie in Ehrenfeld“, so Niklas Kienitz.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben