„Die Architektur am Ebertplatz ist gescheitert, weil sie sich gegen die Menschen richtet“

Zur Denkmalschutz-Debatte sagt Niklas Kienitz: Wir müssen alles dafür tun, diesen Platz aufzuwerten anstatt Fehler zu konservieren

(Foto: W. Horsch, CC BY 3.0)
(Foto: W. Horsch, CC BY 3.0)
Nach den Berichten darüber, dass das LVR-Amt für Denkmalschutz prüft, den Ebertplatz unter Schutz zu stellen, äußert sich Niklas Kienitz, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, zu diesem Thema.

„Die Architektur am Ebertplatz ist meines Erachtens gescheitert, weil sie sich gegen die Menschen richtet. Anstatt diesen Fehler zu konservieren, sollten wir alles dafür tun, den Platz aufzuwerten und den Menschen zurückzugeben. Ich bleibe dabei: Die oberirdischen Sicht- und Wegebeziehungen müssen wiederhergestellt werden, so wie das historisch war. Alle möglichen Nutzungen – von der Gastronomie, über Märkte bis hin zu Kulturveranstaltungen – gehören an die Oberfläche. In der Debatte um einen möglichen Denkmalschutz sollten sich alle Beteiligten die Frage stellen: Geht es hier um die Menschen oder darum sich in akademischen Debatten zu gefallen? Ich bin entsetzt darüber wie weit sich einige Akteure von den Menschen, den Überlegungen, Impulsen und Debatten der letzten Zeit und nicht zuletzt von den Ideen Alberts Speers im Masterplan entfernen.“

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